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Vinyasa Power Yoga BASIC Lizenz – der Weg zur Yoga Lehrerin wird immer kürzer

Im letzten Yoga Blogeintrag hat Caro über den ersten Baustein der Vinyasa Power Yoga Ausbildung berichtet. Jetzt folgt ihr Bericht über ihre bestandene Basic Lizenz.

Endlich war es soweit und der zweite Baustein meiner Yoga-Ausbildung startete im November an zwei intensiven Wochenenden. Wir haben uns erneut im Pfitzenmeier MediFit Studio in Schwetzingen getroffen. Dieses Mal waren wir insgesamt 22 Teilnehmer - mit vielen bekannten Gesichtern von unserem Basic Workshop im Juni. Unsere liebe Tina Albrecht bildete uns auch an diesen vier Tagen wieder aus und neben den sehr intensiven und spannenden Themen rund um Vinyasa Power Yoga, hatten wir wieder eine Menge Spaß zusammen.

Wir starteten nach einer Vorstellungsrunde mit einer 75 minütigen Master Class, die wir im Anschluss detailliert besprochen haben und auf die einzelnen Bestandteile einer korrekt strukturierten Stunde eingegangen sind. Eine Vinyasa Power Yoga Stunde besteht immer aus der Einstimmung und Zentrierung zu Beginn, folgend ein Warm-up 1 & 2 zur Mobilisation, dem Sonnengruß und anschließend ein Hauptteil mit den sogenannten Flows (dynamischen Bewegungsabläufen), den Asanas im Stand, Balanceübungen und den Asanas im Sitzen. Die Abschlusssequenz beinhaltet Rückbeugen und die Stunde wir dann mit der Shavasana (die Totenstellung) beendet.

Neben dem Eintauchen in die Theorie und der acht Stufen des Yogas beschäftigten wir uns noch mit den verschiedenen Bandhas (Körperverschlüsse, Sanskrit für "Riegel" oder "Schloss") und denen zwei, die im Vinyasa Power Yoga besonders wichtig sind:
1. Mula Bandha - Sanskrit für "Wurzelverschluss", d.h. die Beckenbodenmuskulatur wird zusammengezogen
2. Uddiyana Bandha - Sanskrit für "nach oben fliegen", d.h. der Bauchnabel wird nach innen und oben gezogen
Die aktivierten Bandhas halten während der Asana die Energie im Körper und somit wird der Fluss der Lebensenergie (Prana), reguliert.

Ja, das klingt vielleicht erst mal einfach, jedoch braucht es sehr viel Übung während der Praxis die Bandhas immer aktiviert zu lassen. Tina ging einige Runden durch den Raum während unserem Techniktraining und ermahnte uns immer wieder freundlich, unsere Bandhas erneut zu setzen :-)

Der Sonnengruß - Surya Namaskar (A)

Der Sonnengruß ist eine Abfolge von mehreren Haltungen (siehe Bild), die den ganzen Körper beanspruchen, immer in Verbindung von Bewegung und Atem. Da der Sonnengruß ein elementarer Yoga-Flow ist, war dieser auch Bestandteil unserer Prüfung, die uns am letzten Tag der Basic Lizenz Ausbildung bevorstand. Das hieß für uns: üben, üben, üben.

Schon am ersten Wochenende teilten wir uns in Gruppen ein und übten also die richtige Anweisung des Sonnengruß mit anderen Teilnehmern. Was für eine Herausforderung: Vormachen, Ansagen, dabei Atmen inklusive einer satten Ladung an Nervosität - wie soll das denn funktionieren? Da es allerdings fast jedem Teilnehmer so erging, war es nicht so schwierig mit der anfänglichen Aufregung umzugehen und beim zweiten Mal bekam ich schon Sicherheit und Routine ins Anleiten der Abfolgen.

Zusätzlich haben wir uns jeweils noch zwei Asanas ausgesucht, die wir aus dem Sonnengruß-Flow anhängend anleiten mussten. Für mich war das der Krieger 1 und im Anschluss der Krieger 4. Auch diese Abfolgen durften wir erneut in der Gruppe üben, üben, üben :)

Schriftliche und Praktische Prüfung

Die schriftliche Prüfung der Basic Lizenz beinhaltet ungefähr 25 Fragen, z.B. über die Herkunft von Yoga, die Wirkung der Atemtechniken und die Beschreibung des Sonnengrußes inklusive Atmung und Modifikationen. In der praktischen Prüfung musste jeder von uns vor der ganzen Gruppe 3-mal den Sonnengruß anleiten: die erste Runde langsam mit didaktischen Hinweisen zur Ausrichtung und deren Modifikationen, ein Atemcoaching in der zweiten Runde und die letzte Runde beinhaltete unsere zwei ausgewählten Asanas, die wir im Flow in den Sonnengruß eingebaut haben. Glücklicherweise haben wir die praktische Prüfung spontan auf beide Tage des zweiten Wochenendes verlegt, so mussten wir nicht alle die etwa 70 Sonnengrüße hintereinander überstehen...

Wie ihr merkt, enthielt die Basic Lizenz ein ordentlich intensives Praxis- und Techniktraining und bei unsere großen Gruppe führten wir an beiden Wochenenden einige vieeeeele Sonnengrüße durch, die ich am nächsten Tag auf jeden Fall in meinem Körper gespürt habe. Nichts desto trotz habe ich viel gelernt und fühle mich seitdem im Anleiten - zumindest des Sonnengrußes - richtig sicher :-)

Mit Erhalt der Lizenz habe ich nun die Grundausbildung abgeschlossen und bin nun bereit Kurse für Einsteiger- und Mittelstufe Level zu gestalten und auszuführen.

Und weil alles kommt, wie es kommen muss: ich gebe bereits ab nächstes Jahr Februar einen Einsteigerkurs in einem Verein und freue mich schon total auf diese neue Erfahrung (auch wenn ich jetzt schon etwas nervös bin)!

Die Master Lizenz steht allerdings auch schon bevor: weitere vier Wochenenden voller intensiver Praxis und Technik, sowie das Erlernen von Adjustments (Haltungen richtig korrigieren), um uns weiter auf den letzten Schritt - die Zertifizierung - vorzubereiten.

Ich werde euch weiterhin von meinem Weg berichten.

Namasté,
Caro


Nützliche Links:


  • IFAA – Internationale Fitnessakademie - dein Ansprechpartner ist Katharina Jost

  • Tina Albrecht - Yogalehrerin

  • Vinyasa Yoga Akademie Deutschland




  • Abfolge Sonnengruß, Fotoquelle: http://www.vinyoga.de/vinyasa-yoga.html